Martinus-Schule Bad Orb Tel: 0052-2500 Email: Poststelle-martinus@schule.mkk.de

Vorlaufkurs

Sprachfördermaßnahme Vorlaufkurs

Die Förderung im VLK soll den im nächsten Sommer schulpflichtigen Kindern mit Migrationshintergrund und nicht ausreichenden deutschen Sprachkenntnissen ermöglichen, dem Unterricht einer ersten Klasse zu folgen.

Der Vorlaufkurs (VLK) findet in einem eigenen Raum in anregender Lernumgebung statt. Die Kinder sollen vorher bzw. nachher den Kindergarten besuchen können.

Der VLK wird von Kindern unterschiedlicher Muttersprachen und sehr unterschiedlichem Sprachstand besucht und muss von daher eine differenzierte Förderung anbieten.

Der inhaltliche Aufbau des Kurses vollzieht sich in drei groben Schritten:

In einem ersten Schritt werden Grundfertigkeiten und Sprechfreude spielerisch aufgebaut.

Im zweiten Schritt wird die natürliche Anwendung und Übung in authentischen Sprachsituationen verstärkt.

Im dritten Schritt werden, differenziert nach den sprachlichen Möglichkeiten, auch gezielt Übungen aus dem Bereich der Vorschularbeit angeboten.

Seit sieben Jahren wird im VLK auch mit dem Programm „Deutsch für den Schulstart gearbeitet. Dieses bietet aufeinander aufbauende, vielfältige Übungen und nicht zuletzt eine umfangreiche Diagnostik um die Sprachförderung für die Kinder gezielt planen zu können.

Mit den Kindertagesstätten ist eine zum Teil intensive Zusammenarbeit aufgebaut.

Es finden regelmäßige Gespräche und gemeinsame Beratung zur Entwicklung der Kinder im VLK statt. Ein weiterer Schwerpunkt dieser Kooperation liegt in der gemeinsamen Vorbereitung und Durchführung von Beratungsgesprächen mit den Eltern.

Vorklasse

Die Vorklasse in Bad Orb besteht seit 1994 und wird durch eine sozialpädagogische Fachkraft geleitet.

Während des Einschulungsverfahrens entsteht ein Bild über die Gesamtpersönlichkeit und den Entwicklungsstand des Kindes mit all seinen Vorläuferfunktionen. Vervollständigt wird dieses durch weitere Informationen: u.a. Bericht vom Schularzt, Gespräche mit den Eltern und Kindergärten. Zeigt es sich hierbei, dass eine Einschulung des Kindes in die erste Klasse zum jetzigen Zeitpunkt nicht ratsam ist, wird der Besuch der Vorklasse empfohlen.

Vorklasse bedeutet, den Einschulungszeitpunkt dem Entwicklungsstand des Kindes entsprechend wählen und anpassen zu können.

Während dieses gewonnenen Jahres wird nicht nur an den Vorläuferfunktionen, der Organisation des Schulalltags und dem Regel- und Sozialverhalten gearbeitet. Vielmehr geht es darum, ein positives stabiles Selbstkonzept und Zuversicht in die eigenen Fähigkeiten zu entwickeln.

Nach dem Prinzip des ganzheitlichen Lernens werden Inhalte und Zielsetzungen der verschiedenen Lernbereiche (angelehnt an den Rahmenplan der Grundschule) miteinander verknüpft:

  • Einübung von Sozialverhalten
  • Umgang mit Sprache und Literatur
  • Vorbereitung auf das Lesen und Schreiben (phonologisches Bewusstsein)
  • Natur- und Sachbegegnung
  • Einführung in mathematisches Denken
  • Bildnerisches Gestalten
  • Ethische und religiöse Erziehung
  • Rhythmisch- musikalische Erziehung
  • Bewegungserziehung
  • Verkehrserziehung

Der Tagesablauf ist strukturiert und rhythmisiert. Der Wechsel von freiem und angeleiteten Spiel, Arbeitsphasen, Spannung und Entspannung findet in der Gesamt- und Kleingruppe statt.

Durch Rollenspiele, Malen, Bewegen, Basteln, Musizieren, dem Arbeiten mit Anschauungsmaterial, didaktischen Spielen, Erzählen, Vermuten und Zuhören, dem Bearbeiten von Arbeitsblättern, Experimentieren und Beobachten wird der Lernstoff angeeignet und vertieft.

Das Ziel des Vorklassenjahres ist die erfolgreiche Mitarbeit im Unterricht in der ersten Klasse.

Die Vorklasse wird nicht auf die Gesamtschulzeit angerechnet.

 

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